| Werteerziehung in der Hegelschule |
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WertekonzeptWir erstellten einen Wertekatalog, der auch die Eingangshalle unseres Schulhauses schmückt und dort für alle Mitglieder der Schulgemeinschaft ersichtlich ist.
Wir, Mädchen und Jungen, sind gleichberechtigt! Wir, Behinderte und Nichtbehinderte, sind gleichberechtigt! Wir, Kinder und Erwachsene sind gleichwertig! Wir wollen Konflikte friedlich lösen! Wir achten und wertschätzen unsere Umgebung! Wir gehen miteinander ehrlich und respektvoll um! Wir halten uns pflichtbewusst an vereinbarte Regeln! Wir achten auf unsere Gesundheit und Hygiene! Wir tragen zu einem positiven Lernklima bei! Jedes Jahr erinnern wir an die Werte, die wir an der Hegelschule erarbeitet und umgesetzt haben und stellen anschließend die Werte dar, die in diesem Schuljahr vorrangig sind. Die folgenden Werte wurden schon bearbeitet: Wir wollen Konflikte friedlich lösen Wir achten und wertschätzen unsere Umgebung
Die Erarbeitung des Ordnungswertes war umfangreich, aber wir, Schüler und Schülerinnen, Eltern und Lehrer können nun davon profitieren. Das Schulhaus ist ordentlicher und wir können uns schnell über Ordnungsstandards verständigen.
Werte im Schuljahr 2010/2011
1. Drei starke Gründe pünktlich zu sein Auf der Wertewand im Schulhaus standen drei Gründe für Pünktlichkeit. Die Lehrkräfte sprachen mit ihren Klassen über die Notwendigkeit, pünktlich zu sein. - Ich habe Zeit - Ich kann mich austauschen - Ich störe nicht die anderen
Wertewand:
2. Wir grüßen
In Anknüpfung an die im Vorjahr breit angelegte Aktion "Wir grüßen", erinnerten wir die Schulgemeinschaft an das Grüßen! Frau Kasperek, die Rektorin, unterstützte uns durch ihren täglichen Rundgang durchs Schulhaus, bei dem sie auf das Grüßen positiv und bestätigend reagierte.
3. Wir setzen unsere Schulhausordnung um
Im vergangenen Schuljahr 2009/2010 erarbeitete die gesamte Schulgemeinschaft die Schulhausordnung. In diesem Schuljahr sollte nun die Einhaltung der Schulhausordnung Thema unseres Wertekonzepts sein. Die Schüler und Schülerinnen der Hegelschule sollten durch eine einberufene Schülerversammlung miteinbezogen werden, welche Werte zu thematisieren seien.
3.1. Die 1. Schülerversammlung Die Klassensprecher aus allen Klassen trafen sich, diskutierten, was an unserer Schule gut läuft und was noch zu verbessern ist. Ergebnis: Folgende Werte sollten bearbeitet und umgesetzt werden: a) Wir haben unsere Schulmaterialien vollständig dabei b) Friedliches Miteinander c) Ordnung in den Garderoben und Klassenzimmern
3.2. Aktion: Wir haben unsere Schulmaterialien vollständig dabei
1. Zur Thematik: Bei der Schülerversammlung wurde von vielen Klassensprechern bemängelt, dass es sehr störend sei, wenn Kinder ihr Arbeitsmaterial nicht vollständig dabei haben. Deshalb nun zu unserem Vorhaben: Im Februar wollten wir uns intensiv mit dem Thema auseinandersetzen. Mit dieser Thematik beschäftigten wir uns zwar bereits vor zwei Jahren im Zusammenhang mit der Werteerziehung, als wir den Wert „Wir achten und wertschätzen unsere Umgebung“ besprochen und umgesetzt haben. Für die 3. und 4. Klassen war es bestimmt eine sinnvolle Wiederholung, für die 1. und 2. Klassen etwas Neues.
2. Vorgehensweise: - Jede Lehrkraft besprach das Thema in der Klasse. Sie erhielt dazu ein Plakat fürs Klassenzimmer und eine Materialcheckliste - Parallel dazu wurde ein Elternbrief ausgeteilt, mit dem die Eltern auf unsere Aktion aufmerksam gemacht und um Unterstützung gebeten wurden. - Daraufhin folgte eine Probewoche, in der genau kontrolliert wurde, ob jeder alles dabei hat. In den ersten Klassen konnte dies in der Vorviertelstunde erfolgen, in den höheren Klassen mit einer Checkliste in Eigenverantwortung. Die Überprüfung blieb jedoch jeder Lehrkraft selbst überlassen. Andere Möglichkeiten der Überprüfung konnten eine Liste mit Ampelfarben oder eine Zeitleiste sein, in der die Zeit eingetragen werden konnte, die nicht mehr verloren geht, wenn alle alles dabei haben. Auf die Probewoche folgte eine Aktionswoche, in der richtiges Verhalten belohnt und somit wertgeschätzt wurde, z.B. indem die Klasse eine freie Stunde erhielten, die die Schüler so gestalten durften, wie sie wollten. In der letzten Woche wurde in jeder Klasse die Aktion reflektiert und die Ergebnisse sichtbar festgehalten.
3. Durchführung der Aktion Alle Lehrerinnen hielten sich recht genau an das Angebot des Wertteams und bedankten sich für die gute Ausarbeitung des Themas.
4. Auswertung der Aktion: Alle Klassenlehrerinnen reflektierten mit ihren Schülerinnen und Schülern:
Insgesamt war die Aktion ein lohnender Erfolg.
3.3. Die 2. Schülerversammlung Die Klassensprecher trafen sich und tauschten sich aus.
Ergebnisse: 1. Das Thema "Material vollständig haben" wurde in allen Klassen ausführlich durchgeführt und die meisten Kinder hatten alles dabei. Insgesamt denken die Schüler besser an ihre Schulmaterialien. Diejenigen, die immer noch nicht an alles denken, sollten weiterhin eine Checkliste führen und üben, alles dabei zu haben.
2. Ideen und Vorschläge der Klassensprecher zum nächsten Wertethema: Friedliches Miteinander - Streit vermeiden Merkzettel auf die Schulbank kleben. Ampel im Klassenzimmer: rot bei Streit, grün bei Frieden Miteinander sprechen und Konflikte erst mal selbst klären, dann Lehrerin holen. Verhaltensrückmeldung durch Liste Selbsteinschätzung durch Liste Checkliste für friedliches Verhalten gelbe und rote Karten im Sport auf die Lehrerin hören Regeln besprechen und aufschreiben Streit schlichten lernen - alle könnten Streitschlichter sein zu gutem Verhalten überreden zeigen und vorleben, wie man sich gut verhält Friedliches Miteinander im szenischen Spiel üben keinesfalls schlagen nicht spucken Zapfen, Steine und Stöcke sind keine Bälle Streit aus dem Weg gehen erklären, warum es gut ist, friedlich zu sein Beobachtungsbogen: Friedliches Verhalten beobachten Wie wirkt das auf die anderen, wenn jemand böse ist? Nach der Schule soll nicht gekämpft werden.
3.4 Friedliches Miteinander an unserer Schule - Friedenswoche
Das Werteteam besprach die Vorschläge der Schüler und befand, dass das Thema am besten in einer Projektwoche aufgearbeitet werden könnte, damit das Friedliche Miteinander möglichst ganzheitlich, mit Herz, Hand und Verstand erfahren wird. Das Werteteam arbeitete Vorschläge für die Projektwoche aus und stellte diese in einer Konferenz den Lehrerinnen vor. Auch Angebote für den Mittwoch und Donnerstag wurden vorgeschlagen. Ein Friedenstanz wurde vorgetanzt und vorgesungen. Die Schulleitung und auch das Lehrerkollegium gaben ihre Zustimmung und somit wurde die Projektwoche auf den 4. - 8. Juli 2011 festgelegt! Die Eltern wurden durch einen Elternbrief informiert.
3.4.1 Durchführung der Friedenswoche Ein großes Plakat von Viertklässern gestaltet, schmückte unseren Schuleingang.
Vorbereitende Steinaktion: Aktion „Steine aus dem Weg räumen“: Die Handarbeitslehrerinnen bemalten mit den Schülerinnen und Schülern – auf Wunsch der Künstlerin Frau Sol - Steine mit leuchtenden Farben. Die Steine wurden mit Symbolen des Friedens verziert: Herzen, Blumen, Tauben…. Diese wurden dann am Freitag in den Pausenhof auf einem Stoffuntergrund gelegt und ergaben das Wort Frieden. Nach der Aktion wurden die Steine im Schulgarten untergebracht und dekorieren die Beeteinfassung.
Montag:
Dienstag:
Mittwoch und Donnerstag war Aktionstag: Alle Lehrerinnen machten sich Gedanken, wie sie das friedliche Miteinander ganzheitlich und nachhaltig vermitteln könnten, und setzten Ideen der Kinder um. Die Angebote wurden dann in eine Liste im Lehrerzimmer eingetragen.
Aktionsprogramm:1. Kooperationsspiele im Stadtpark
2. Erlebnisspiele für den Frieden
3. Friedenstauben basteln
4. Steine bemalen
5. Regenbogenfisch
6. Partnerspiele
7. Schattenkampf
8. Raum der Berührung
9. Friedenstauben (Collage)
10. Girlanden gestalten
11. Kooperations- und Erfahrungsspiele
12. Szenisches Lernen
13. Luftballonaktion vorbereiten
14. ABC des Friedens
15. Trommeln für den Frieden
16. "Eine rote Paparuna" Szenische Darstellung
17. Slogans gestalten
18. Friedensnetz knüpfen
19. Origami: Kraniche
20. Friedenslieder
21. Friedenstauben (dreidimensional)
Freitag - Der Abschluss der Friedenswoche Vor acht Uhr holten die Klassensprecher für ihre Klasse die Tonpapierbacksteine in der Aula bei Felicia und Frau Busch ab. Die Farben zeigten an, zu welcher Friedensfeier die Kinder später gehen sollten. Es waren wie tags zuvor gemischte Gruppen.
Die einen bereiteten gesunde Gemüsespieße, die anderen kreierten süße Friedensstangen oder belegten Brote. Dann wurden die Tische und Stühle nach draußen getragen, alle halfen mit. Die Klassen in den Pavillons und im Erdgeschoß hatten jeweils eine Partnerklasse vom 1. und 2.Stock, da wir bei schönem Wetter unsere Friedensmahltafel außen unter dem Dach von P 8 bis vor zur Aula geplant hatten und bei schlechtem Wetter wären wir in die Schulhausgängen ausgewichen. Es hat nicht geregnet und wir feierten draußen.
Nach der Pause stellten sich die Lehrerinnen mit ihrem farbigen Tonpapierstein in den Pausenhof. Alle Kinder mit der gleichen Farbe gesellten sich dazu. Hatte sich die Gruppe von 17 Kinder gefunden, so gingen sie mit der Lehrkraft ins Klassenzimmer um dort die Friedensfeier zu begehen. Die Friedensfeier konnte jede Lehrerin gestalten wie sie mochte. Das Werteteam hatte einen Vorschlag mit Material jeder Lehrkraft ins Fach gelegt.
Um 10.30 Uhr trommelten Kinder aus der Trommelgruppe und riefen alle Kinder in den Hof. Dort bildeten immer zwei Klassen einen Doppelkreis, um gemeinsam den Tanz zu tanzen, der die ganze Woche über einstudiert wurde.
Danach ging jeder zu seinem Tisch und nahm Platz. Der Elternbeirat hatte Apfelsaftschorle spendiert und einige Eltern waren gekommen und teilten Getränke aus. Das Essen wurde geteilt. Die Klassen, die viel hatten, gaben denen, die noch Hunger hatten.
Zum Abschluss versammelten sich alle Schülerinnen, Lehrerinnen und Eltern noch einmal auf dem Pausenhof. Die Klassensprecher holten sich aus Zimmer 40 die dort von Kolleginnen aufgeblasenen Luftballons. Auf ein gemeinsames Zeichen startet die Ballons zu ihrem Flug mit einem lauten Hallo der Kinder.
Beim Aufräumen legten alle Großen und Kleinen Hand an. 3.4.2 Reflexion: Die Friedenswoche war wie man sieht nicht nur eine theoretische Unterrichtseinheit. Die Kinder haben an unterschiedlichsten Orten mit ihnen nicht vertrauten Menschen Erfahrungen gesammelt, wie wir friedlich miteinander lernen und leben können. Es war lustig und fröhlich, aber auch lehrreich in der Schule. "Ich habe einen Freund gefunden", sagte ein Drittklässer seiner Lehrerin, der nur schwer Anschluss an die Klasse findet. "Das ist ein Wunder, dass ich getragen wurde", formulierte ein zehnjähriger Junge, als ihn alle im gesponnenen Netz hochhoben. "Mir hat einer eine Blume geschenkt, ist das nicht toll?", betrat ein anderer das Klassenzimmer. "Ich habe es geschafft!", erzählte ein Zweitklässer seiner Lehrerin, der sich anfangs nicht getraute in eine fremde Gruppe zu gehen. "Wann ist wieder Schule?", fragte ein Kind in der Projektwoche. Ein Mädchen antwortete: "Das ist Schule, nur lernen wir den Frieden!"
3.5 Die 3. Schülerversammlung Ergebnis: Die Klassensprecher berichteten, dass es in der Friedenswoche weniger Streit gab und dass es allen Spaß gemacht habe.
C) Ausblick In der letzten Schülerversammlung beschlossen die Klassensprecher, dass wir uns an der Hegelschule im kommenden Schuljahr mit dem Thema Umweltschutz und Müllvermeidung beschäftigen sollten. Auch die Einrichtung eines Ordnungsdienstes für den Pausenhof sei sinnvoll und erwünscht. Einstimmig befürworteten die Klassensprecher im neuen Schuljahr das Mitbestimmungsrecht für die Schüler in Form der Schülerversammlung beizubehalten.
Schuljahr 2010/2011
Unser Jahresmotto im Schuljahr 2011/12 heißt:Wir setzen die Klassensprecherversammlungen fort und befassen uns mit dem Schwerpunktthema "Natur und Umwelt"
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