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An der Friedrich-Hegel-Schule werden drei Außenklassen der Merianschule (FÖZ – Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung) gemeinsam mit ihren Partnerklassen mit großem Erfolg und gegenseitiger Bereicherung unterrichtet.
Vorgeschichte
Die „integrativen Kooperationsklassen“ (oder „Freundesklassen“, wie wir uns selber nennen) entstanden im Schuljahr 2000/01 durch die Initiative einiger Eltern von Kindern mit Behinderungen, die sich zusammen geschlossen hatten, um gemeinsam die Integration ihrer Kinder in die Regelschule zu erreichen. Nach eingehenden Diskussionen mit Kultusministerium, Regierung und Schulamt entstanden daraus die Außenklassen als Kompromiss zwischen den verschiedenen Interessengruppen.
Im Schuljahr 2001/02 entstanden, wiederum auf Initiative engagierter Eltern, Eingangsklassen der beiden Schulen, die nach dem Konzept der integrativen Kooperation zusammen arbeiten.
Dieses Konzept ist so erfolgreich, dass alle zwei Jahre oder wenn möglich sogar in jedem Jahr eine neue 1. „Freundesklasse“ gebildet wird.
Die folgenden Punkte geben einen kurzen Überblick über dieses Konzept der integrativen Kooperation, also über die Arbeit in unseren Außenklassen:
Wie schauen diese Klassen aus?
- maximal 20 Grundschüler und 8 Kinder mit einer „geistigen Behinderung” (FÖZ Geistige Entwicklung)
- 1 Grundschullehrerin, 1 Sonderschullehrerin und eine pädagogische Pflegekraft
- 2 Klassenzimmer nebeneinander
Wie lernen und arbeiten diese Klassen?
- Sie erleben das gesamte Schulleben gemeinsam: alle Ausflüge, Wandertage, Schullandheimaufenthalte, Feiern usw.
- Sie haben in vielen Fächern (HSU, Musik, Kunst, Sport, WTG, Religion, Englisch) gemeinsamen Unterricht.
- In Deutsch und Mathematik arbeiten sie meistens getrennt.
Wie schaut der Unterricht aus?
- eigentlich genauso wie in anderen Klassen
- mit allen Themen aus dem Lehrplan der Grundschule
- mit vielen offenen und freien Unterrichtsformen wie Projekte, Lernwerkstatt, Wochenplanarbeit, Stationenlernen, usw.
- mit viel Individualisierung und Differenzierung, weil die Kinder sehr verschieden sind
- mit allen Sinnen, viel Bewegung und Anschauung, was auch für Grundschüler wichtig ist
- mehr über ein Beispiel zum HSU-Thema "Mittelalter" lesen sie hier.
Welche Erfahrungen wurden bisher gemacht?
- Die Kinder erwerben viele soziale Fähigkeiten (Rücksicht, Hilfsbereitschaft, usw.).
- Die Förderschulkinder bekommen viele Lernanregungen durch die Grundschulkinder.
- Die Grundschulkinder lernen genau so schnell und viel wie in anderen Klassen.
- ...und die Eltern waren in den letzten acht Jahren damit sehr zufrieden.
Die Schüler bewegten sich vom ersten Schultag an unvoreingenommen und natürlich aufeinander zu und sind in freien Unterrichtsphasen und auch in der Freizeit in ständigem Kontakt.
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